anticache

Besucherrekord übertrifft alle Erwartungen - Über 20.000 Besucher interessieren sich für Technik, Naturwissenschaft und Medizin an der TU München

24.11.2002

TUM live - Wissen verbindet


Der Besucheransturm am Tag der offenen Tür der TUM übertraf alle Erwartungen: Mehr als 20.000 Besucher, darunter viele Familien mit Kindern, haben sich bei herrlichem Spätherbstwetter am Samstag auf den Weg gemacht, um sich einen Eindruck zu verschaffen, wie die TUM "tickt".

Unter dem Motto "TUM live - Wissen verbindet" präsentierte sich die Technische Universität München zum ersten Mal mit allen 12 Fakultäten in München (Stammgelände Arcisstraße, Klinikum Rechts der Isar und Zentrale Hochschulsportanlage im Olympiapark) sowie auf dem Campus Garching und dem Campus Freising-Weihenstephan. Kostenlose Shuttle-Busse verbanden im 30-Minuten-Takt die Hauptstandorte.

In Führungen, Mitmach-Workshops, Vorträgen und Diskussionen standen von 9.30 bis 17 Uhr Angehörige der TUM - vom Professor bis zur studentischen Hilfskraft - Rede und Antwort, vermittelten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Einblicke in die Faszination von Wissenschaft und Technik. Der Wissenschaftstag bildete zugleich den Rahmen für das 2. Alumni-Forum, das Treffen Ehemaliger der TU München aus der ganzen Welt. Höhepunkt war am Abend ein festlicher Alumni-Ball in Garching.

Über 250 Veranstaltungen bot das abwechslungsreiche, familienfreundliche Programm. Im Stammgelände an der Arcisstraße standen die ersten Besucher der etwa dreitausend Besucher schon eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn an der Pforte. Als besonderer Publikumsmagnet erwies sich das Architekturmuseum in der Pinakothek der Moderne. Der Andrang war so groß, dass gar nicht alle Besucher eine Führung mitmachen konnten. Die Besucher des Stammgeländes interessierten sich besonders für die Vorträge und Demonstrationen in der Elektrotechnik und Informationstechnik sowie der neuen Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Über 1000 Besucher verzeichnete allein das Klinikum rechts der Isar, die sich vor allem für das Tumor-Zentrum, den HighTech-OP und das HighTech-Forschungszentrum für die Chirurgie des Gesichtsschädels interessierten.

Falknervorführung, Hunderennen und Holzrückepferd lockten etwa dreitausend Besucher in das Wissenschaftszentrum Weihenstephan. Ausstellungen zu ökologischen Themen und das forstwissenschaftliche Programm "Wald in Hülle und Fülle" - vom Wald-Quiz, Eulenflug und computersimuliertem Waldwachstum bis hin zum internationalen Ressourcen-Management, Profi-Waldspaziergang und Wildschweinbraten à la Obelix rundeten das Programm ab.

Mit etwa 15000 Besuchern verzeichnete der Campus Garching einen unerwarteten Rekord. Absoluter Renner waren die Neue Forschungs-Neutronenquelle FRM-II und der Neubau der Fakultäten für Mathematik und für Informatik mit der drei Stockwerke hohen "Parabelrutsche", einem Fußballspiel zwischen zwei Roboter-Mannschaften und Computerwesen, die auf menschliche Emotionen reagieren. Mit 550 Besuchern war die Kapazität für Führungen durch den FRM-II ausgereizt; einige hundert Interessenten mussten auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet werden. In der Fakultät für Chemie ließen sich viele von der "Magie-Show", der berühmten Experimental-Vorlesung der Anorganischen Chemie, anlocken. Die Fakultät für Maschinenwesen wusste u.a. mit Robotern, interaktiven Laborführungen zur Thermodynamik und Solartechnik zu beeindrucken. Die Physiker informierten über neueste Entdeckungen und Perspektiven in der Quantenphysik und Biophysik und stellten mathematisch-physikalische Spielzeuge vor. Kinder-Werkstätten, Konzerte, der Auftritt des Musik-Kabarettisten "Piano Paul", Filme, praktische Einsatzübungen der TUM-Feuerwehr und Info-Stände des Studenten-Service-Zentrums der TUM rundeten das äußerst atttraktive Angebot ab.

TU-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann: Alumni-Netzwerk ist ein zentrales Entwicklungsprojekt der TUM

Der Wissenschaftstag bildete zugleich den Rahmen für das 2. Alumni-Forum, das Treffen Ehemaliger der TU München aus der ganzen Welt. Höhepunkt war am Abend ein festlicher Alumni-Ball in Garching. Wie TU-Präsident Herrmann bei seinem Willkommensgruß mitteilte, seien mittlerweile 11.000 Absolventen der Technischen Universität München mit ihren Adressen erfasst. Sie erhielten regelmäßig Informationen über ihre Alma Mater und würden jeweils zu den großen Veranstaltungen eingeladen. Die älteste TUM-Absolventin habe 1930-1934 an der damaligen Technischen Hochschule Architektur studiert.

Herrmann: "Für die Realisierung ihrer Ziele braucht die TU München auch die Hilfe der ehemaligen Studierenden, die es in ihren Berufen ja zumeist weit gebracht haben. Die emotionale Bindung an die 'alte und doch so junge TUM' ist das beste Kapital, über das die Hochschule bei ihren Ehemaligen verfügt." Der Aufbau des Alumni-Netzwerkes sei ein zentrales Entwicklungsprojekt der Hochschule.