anticache

Festkolloquium in der Fakultät für Physik am 21. Oktober

17.10.2002

80. Geburtstag von Lothar Koester


Anlässlich des 80. Geburtstag von Professor Lothar Koester veranstaltet die Zentrale Wissenschaftliche Einrichtung FRM-II der Technischen Universität München am Montag, den 21. Oktober ein Festkolloquium. Koester hat sich in 29 Jahren als technischer Direktor des Forschungsreaktors der TU München (FRM) in Garching im besonderen Maße um den Betrieb und die wissenschaftliche Nutzung dieser Neutronenquelle verdient gemacht.

Der Physiker wurde am 19. Oktober 1922 in Essen geboren und kam 1958 an den FRM nach Garching. Zunächst musste Koester die Betriebsmannschaft und die Organisation weiter aufbauen und den Reaktor zu einer Neutronenquelle mit hoher Verfügbarkeit machen. Da es in Deutschland kein Vorbild gab, waren dazu Pionierarbeiten nötig. Eine grundsätzliche Herausforderung war es, dass zum einen kerntechnische Anlagen – also auch der FRM – auch damals schon hohen Sicherheitsanforderungen genügen mussten. Zum anderen sollten sich Forschung und Lehre möglichst frei entfalten können. Oberste Priorität hatte immer die Sicherheit im Betriebsablauf. Vielen im Aufbau befindlichen Reaktoren wurde der FRM zum Vorbild.

Wissenschaftlich war Koester auf vielen Gebieten tätig. Seine Präzisionsmessungen zu Eigenschaften von Neutronen fanden hohe internationale Anerkennung. In den 80er Jahren erfolgte unter seiner Leitung der Aufbau der Konverteranlage, die besonders der Strahlentherapie oberflächennaher Tumoren mit schnellen Neutronen diente und vielen Patienten Erleichterung brachte. 1987 erhielt Koester das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Das Seminar findet statt am
Montag, 21. Oktober 2002, 15.00 Uhr
Physik Department, Hörsaal H2,
James-Franck-Straße, 85747 Garching