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IAEO-Chef Amano besucht Neutronenquelle

06.10.2010

Zu Beginn seines Antrittsbesuchs in Deutschland besichtigte der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) Yukiya Amano am Mittwoch, 6. Oktober, den FRM II.


IAEA-Chef Yukiya Amano bei seiner Rede am FRM II.

Beflaggung an der Neutronenquelle.

Prof. Dr. Winfried Petry (r.) führte Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch (M.), Generaldirektor Yukiya Amano (l.) und Prof. Sebastian Schmidt, Vorstandsmitglied des Forschungszentrums Jülich, ans Reaktorbecken des FRM II.

Prof. Winfried Petry erklärt Generaldirektor Yukiya Amano (l.), wie Neutronen das Innere eines Motors sichtbar machen.

Er bezeichnete den FRM II als „eine der modernsten kerntechnischen Anlagen Europas mit robustem Sicherheitskonzept“.

Begleitet wurde Amano bei seinem Informationsbesuch vom bayerischen Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch, Vertretern der Bundesregierung und des Vorstands des Forschungszentrums Jülich sowie den Direktoren der Neutronenquelle. Staatsminister Dr. Heubisch hieß den hohen Gast willkommen „an der modernsten Forschungs-Neutronenquelle mit der weltweit größten Breite der Anwendungen“.

Bei seinem Rundgang durch die Neutronenquelle interessierte sich der IAEO-Chef besonders für die medizinischen Anwendungen der Neutronen. So wird der FRM II die Nuklearmedizin in Europa mit Radioisotopen versorgen, um Krebserkrankungen zu diagnostizieren. Beeindruckt folgte er den Ausführungen des Technischen Direktors Dr. Anton Kastenmüller darüber, dass sogar spezielle Tumore durch direkten Neutronenbeschuss bekämpft werden. In der Experimentierhalle des FRM II erläuterte der Wissenschaftliche Direktor Prof. Dr. Winfried Petry, wie die Physiker mit Neutronen neue Materialfunktionen aufklären, z.B. um das Phänomen der Supraleitung bei hohen Temperaturen zu verstehen oder um Batterien für die Elektromobilität zu verbessern.

Prof. Dr. Sebastian Schmidt vom Forschungszentrum Jülich verdeutlichte, wie wichtig die Neutronenquelle für die Forschung in ganz Deutschland ist. Forschergruppen aus dem gesamten Bundesgebiet wie auch das Forschungszentrum Jülich beteiligen sich am Aufbau und Betrieb der Großgeräte am FRM II. „Die Neutronenquelle bietet uns einzigartige Möglichkeiten um zukünftige Schlüsseltechnologien zu entwickeln. Wir wollen mit unseren Instrumenten am FRM II dazu beitragen, biologische und chemische Prozesse aufzuklären und elektronische und magnetische Phänomene zu verstehen“, so Schmidt. Von dieser Vielfalt der Forschung mit Neutronen in Garching zeigte sich Yukiya Amano begeistert.

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