anticache

Magnet FRM II

30.06.2004

Forschungszentrum Jülich verlagert Forschungsgeräte und Personal nach Garching.


Unterschrift unter den Vertrag zur Verlagerung von Instrumenten von Jülich nach München im BStMfWFK. Sitzend (von links): Fr. Dzwonnek, st. Vorstandsvorsitzende des FZ Jülich, Prof. Treusch, Vorstandsvorsitzender des FZ Jülich, Hr. Eisenbeiß, ständiger Vertreter des Kanzlers der TUM, Stehend (von links): MD Dr. Schunk, BMBF, Prof. Petry, wiss. Direktor des FRM-II, MDgt. Großkreutz, BStMfWFK.

Das Forschungszentrum Jülich, eine der führenden Forschungseinrichtungen in Europa, wird ab 2005 eine Außenstelle seines Centre for Neutron Science am Forschungsreaktor München II (FRM II) der Technischen Universität München in Garching aufbauen. Dies sieht eine Vereinbarung über die Eckpunkte der Kooperation des Forschungszentrums Jülich und der Technischen Universität vor, die am Mittwoch unterzeichnet wird. 30 Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und sonstige Mitarbeiter sollen am Forschungsstandort Garching an sieben Forschungsgeräten im Wert von 45 Mio Euro tätig werden. "Der FRM II wirkt wie ein Magnet auf Forschungsinstitutionen aus ganz Deutschland", erklärte Wissenschaftsminister Thomas Goppel. Die Forschungsinstitutionen siedelten Forschungsgeräte und Personal am FRM II an, um für ihre Forschungsvorhaben von der modernen Neutronenquelle zu profitieren. Neben dem Forschungszentrum Jülich hätten Forschergruppen verschiedener Universitäten sowie außeruniversitärer Forschungseinrichtungen wie der Max-Planck-Institute für Festkörper- und Metallforschung, des Hahn-Meitner-Instituts Berlin und des Forschungszentrums Geesthacht 24 experimentelle Einrichtungen im Wert von rund 75 Mio. Euro am FRM II aufgebaut. "Die Forschungsinstitutionen profitieren bei ihrer Arbeit in Garching voneinander", sagte der Minister. Jede Institution sei verpflichtet, ihre Forschungsinstrumente nicht nur für eigene Zwecke zu verwenden, sondern auch anderen zur Verfügung zu stellen, erklärte Goppel. "Hierdurch erreichen wir eine einmalige hohe Dichte an Forschungsinstrumenten höchster Qualität, an der viele partizipieren", betonte der Minister.