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Neutronen und Eis – Maustag am FRM II und MLZ

04.10.2018

Über 100 glückliche Kinder und ebenso viele Eltern kamen am 3. Oktober aus der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II). Die Kinder waren beim Türöffner-Tag der „Sendung mit der Maus“ in den Genuss einer speziellen Führung gekommen, konnten chemische Elemente basteln und genossen am Ende eine süße, eisige Überraschung.


Die Kinder erhielten eine spezielle Tour durch die Neutronenquelle. © A. Heddergott / TUM

Dr. Anton Kastenmüller, Technischer Direktor des FRM II, und Silvia Muzio, Werkstudentin, mit den Kindern der Elefantengruppe am Türöffnertag. © A. Heddergott / TUM

Dr. Anton Kastenmüller erklärt den Kindern wie die Neutronen zu den Experimenten geleitet werden. © A. Heddergott / TUM

Die Kinder konnten bei der speziellen Führung auch einen Blick in das blaue Becken werfen. © A. Heddergott / TUM

Mit flüssigem Stickstoff kühlten die Studenten das selbstgemachte Eis, das die Kinder dann am Ende der Führung verzehren durften. © A. Heddergott / TUM

Das selbstgemachte Schokoladeneis kam bei den Kindern besonders gut an. © A. Heddergott / TUM

Wie die Wissenschaftler schlüpften die Kinder in Labormäntel und gingen erst einmal zum Besucherfenster, um zu sehen, wo die Neutronen herkommen. Beim Blick ins Reaktorbecken erklärte der Technische Direktor Dr. Anton Kastenmüller den Kindern der Elefantengruppe, wie die Neutronen aus dem Brennelement ähnlich wie Lichtstrahlen aus einem Mikroskop zu den Experimenten geleitet werden.

An der nächsten Station blickten die Kinder den Reaktorfahrern über die Schulter. „Das ist aber eine kleine Kommandozentrale“, sagte Felix beim Anblick der Schaltwarte des FRM II. Fragen hatten die Kinder vor allem zum Schichtdienst der Techniker, die auch an Feiertagen und in den Ferien rund um die Uhr vor Ort sein müssen.

Wie die Bestandteile der Atome zusammengefügt werden, konnten die Kinder nach der Führung bei einer Basteleinheit selbst ausprobieren. Die Neutronen, Protonen und Elektronen fügten sie mit kleinen magnetischen Bausteinen zu chemischen Elementen zusammen.

Und schließlich ging es zum Highlight: dem selbst gemachten Eis. Wissenschaftler des Heinz Maier-Leibnitz Zentrum (MLZ) fertigten für die Kinder mit flüssigem Stickstoff Schokoladen- und Waldfruchteis.

Die Eltern lauschten währenddessen im Physik-Department der Technischen Universität München den Vorträgen von Mitarbeitern des FRM II und MLZ. Sie erfuhren dabei, wie die Neutronenquelle aufgebaut ist und erhielten mit aktuellen Forschungsbeispielen Einblick in die Welt der Wissenschaftler am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum. „Auch wir Eltern haben viel dazu gelernt“, bedankte sich eine Mutter bei den Mitarbeitern des FRM II und MLZ sowie „für die Bereitschaft an einem Feiertag zu arbeiten“ und die „engagierte Durchführung“.

Die Kinder waren rundum glücklich. „Das war das beste Eis, das ich jemals gegessen habe“, rief Fin aus, nachdem er das Eis verzehrt hatte. Natürlich gab es für jedes Kind noch einen Nachschlag. Auch das Kinderprogramm wird wiederholt: Am Tag der offenen Tür, Samstag, 13. Oktober, werden wieder spezielle Kinderführungen mit Basteln und Live-Experimenten angeboten. Und spätestens am 3. Oktober 2019 sperrt die Maus dann wieder die Pforte des FRM II auf.