anticache

Stellungnahme der TU München zur Pressemitteilung der „Bürger gegen Atomreaktor Garching e.V.“ vom 06. Oktober 2005

07.10.2005


1. Mit Genehmigung der Stadt Garching wird östlich der „Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz“ (FRM II) ein Gebäude errichtet, das im Erdgeschoß als Lager und Montagehalle und im Obergeschoß für Büros und Labors genutzt wird. In die Räume wird die Außenstelle der Helmholtz-Gemeinschaft, hauptsächlich Forscher aus Jülich, einziehen.

2. Mittelfristig könnte diese Halle zusätzlich für Experimente mit Neutronen- und Teilchenstrahlen genutzt werden, ähnlich wie in der schon bestehenden sog. Neutronenleiterhalle. Die TU München sieht es als ein Zeichen der außerordentlichen Qualität der Neutronenquelle an, dass sich bereits im ersten Jahr ihres Betriebes die Kapazitätsgrenze abzeichnet. Deshalb besteht schon jetzt große Nachfrage nach zusätzlichen Forschungsplätzen. Selbstverständlich unterliegen alle weiteren Experimentiereinrichtungen den atomrechtlichen Aufsichtsverfahren unter Beteiligung aller Betroffenen.

3. Die nötigen Öffnungen für die Teilchenstrahlen sind, als Teil der rechtsverbindlich bestehenden Genehmigung, in der Experimentierhalle baulicherseits bereits vorhanden.

4. Weder hat die Forschungs-Neutronenquelle „ein Loch“, noch wurde die Stadt Garching „in die Irre geführt“.

5. Die unsinnigen Behauptungen der „Bürger gegen Atomreaktor Garching e.V.“ veranlasst die TU München, diese einmal mehr zu einer Vor-Ort- Besichtigung nach Garching einzuladen. TU-Präsident Herrmann: „Sie sind uns herzlich willkommen, der Besuch dient der Wahrheitsfindung“.