Neues
Termine
Konferenzen
-
SANS-Workshop 21./22. Juni
21. Juni - 22. Juni
Seminare
-
Expansion of Research Facilities at the NIST Center for Neutron Research
21. Mai 14:45 - 15:45
- The NIST Center for Neutron Research (NCNR) has just returned to full-time operation after...
-
Commissioning of the CASCADE detector at MIRA
04. Juni 14:45 - 15:45
-
Structural and dynamic study of several magnetic systems by means of Neutron Resonant Spin Echo techniques
11. Juni 14:45 - 15:45
- “ZETA” is a Neutron Resonant Spin Echo (NRSE) option which is currently installed on the thermal...
Erfolgreicher Betrieb eines Atomreaktors
Neben einer umfangreichen Forschungstätigkeit stehen vier Jahrzehnte unfallfreien Reaktorbetriebes. An den Forschungsreaktor wurden von den Wissenschaftlern stets hohe Anforderungen gestellt. Die verschiedenartigsten Experimente erforderten eine flexible Anlagentechnik und große Fähigkeiten des Betriebspersonals.
Das Zusammenwirken von allen Beteiligten, den Wissenschaftlern, der Betriebsmannschaft und den Aufsichtsbeamten funktionierte einwandfrei. Die Sicherheit des Reaktors hatte immer Priorität. Es war ein großes Verdienst aller Beteiligten, daß nicht ein einziges sinnvolles Experiment aus Sicherheitsgründen abgelehnt oder unmöglich gemacht werden mußte.
Jeder Mitarbeiter der Betriebsmannschaft war sich seiner eigenen Verantwortung bewußt. Sein Wissen und sein Können, seine öbersicht und seine Zuverlässigkeit waren die Garanten für den sicheren Betrieb. Dienlich waren einschlägige Arbeitsvorschriften, die laufend angepaßt wurden. Die behördlichen Auflagen und Forderungen des ersten Genehmigungs- bescheides haben dieses System der Eigenverantwortung gestützt und gerechtfertigt. Sie sicherten den Vollzug des Bundesatomgesetzes (Dezember 1959) und der jeweiligen Strahlenschutzverordnung. Außerbetriebliche öberprüfungen wurden von Fachleuten des TÜV Bayern durchgeführt.
In der ersten Jahreshälfte 1958 wurden umfassende Messungen und Untersuchungen bei niedriger Leistung durchgeführt und das künftige Personal ausgebildet. Am 10./11. Juli 1958 konnte die erste Operateurprüfung stattfinden, die vom Leiter der Reaktorstation, Dr. Pollermann, abgenommen wurde. 10 Prüflinge, darunter fünf Operateure, drei Wissenschaftler und zwei Gäste (ein Mitarbeiter des Bayernwerkes und ein italienischer Atomphysiker), unterzogen sich erfolgreich der theoretischen und praktischen Prüfung. Sie erhielten den begehrten "Atom-Führerschein", der nur in Garching Gültigkeit hatte, da jeder Reaktor andere Betriebsbedingungen aufweist. Die künftigen Operateure hatte Dr. Pollermann aus zwei Dutzend Bewerbern ausgesucht.146 Im Juli wurde auch erstmals die Nennleistung von 1 MW gefahren.
Konstruktions- und Betriebsdaten (1957)
| Brennstoff: | 20 % angereichertes 235U, (3,18 kg 235U) |
| Leistung: | 1 Megawatt (Wärme) |
| Brennstoffelemente: | UAl4 + Al-Legierung |
| Gitter: | 54 Löcher in einem 6 x 9 Raster angeordnet |
| Flußdichte: | 6,6 x 1012 n/cm2 sec. (Durchschnitt) |
| Moderator: | H2O |
| Reflektor: | H2O (ab 1982 Beryllium) |
| Abschirmung: | H2O, Blei, Barytbeton und Normalbeton |
| Kühlsystem: | Primäres System - Wärmeaustauscher, Sekundäres System - Brunnenwasser |
| Wasserreinigung: | Laufende Entsalzung eines Teils des primären Systems an der Pooloberfläche |
| Kontrolle: | Borkarbid-Sicherheitsstäbe, Regelstäbe aus rostfreiem Stahl |
| Experimentelle Einrichtungen: | Sechs 6-Zoll Strahlrohre ein quadratisches 12-Zoll Strahlrohr ein durchgehendes 4-Zoll Rohr zwei schräg angeordnete Strahlrohre eine thermische Säule, 4x4 Fuß |

