Direkt zum Inhalt springen
Deutsch English
Die Neutronenquelle
Wissenschaftliche Nutzung
Industrie
Aktuelles
User Office

Termine

Konferenzen

Keine Termine gefunden

Seminare

Stimuli responsive polymersomes: Small Angle Neutron Scattering studies
27. Mai 14:30 - 15:30

Diblock copolymers can self-assemble in solution in stable and robust polymersomes (vesicles),...
To deuterate or not to deuterate? That is the question
03. Juni 14:30 - 15:30

  Accepted wisdom when performing diffraction experiments with neutrons is to deuterate the...
Static and dynamic properties of a strong-leg spin-ladder
17. Juni 14:30 - 15:30

The AF S = 1/2 Heisenberg spin ladder belongs to the simplest quantum magnets, yet disclosing the...
weitere Termine ->
Kategorie: Allgemein, Instrumente, PUMA , Wissenschaft
11.11.2010

Veröffentlichung in Nature mit Messungen am PUMA

Messungen am FRM II Dreiachsenspektrometer PUMA haben zur Entdeckung einer neuen Art von magnetischen Anregungen in Kuprat-Supraleitern beigetragen. Die Ergebnisse sind heute in der renommierten Fachzeitschrift Nature erschienen.

Veröffentlichung in Nature mit Messungen am PUMA

Messergebnisse von PUMA. Links: Unpolarisierte Energiescans (gefüllte Kreise) und dazugehörige Qb-Positionen (leere Dreiecke). Rechts: Unpolarisierte Messungen an drei verschiedenen Q-Positionen in der ersten 2D Brillouinzone.

Schon seit mehr als zwanzig Jahren versucht die Physik der kondensierten Materie, das Zusammenspiel zwischen Magnetismus und Supraleitung bei hohen Sprungtemperaturen (hohe Tc) zu verstehen. Jetzt haben Yuan Li und andere (veröffentlicht in Nature) neuartige magnetische Anregungen gefunden, die sich grundlegend von den bisher bekannten antiferromagnetischen Schwankungen unterscheiden. Die neuen Anregungen stehen mit der Pseudogap-Phase im Zusammenhang, die eine Reihe von anomalen physikalischen Eigenschaften aufweist und den Kern der hohen Tc ausmacht.

Die eigentliche Entdeckung wurde durch die Benutzung von Neutronen-Dreiachsenspektrometern wie dem PUMA an der Forschungs-Neutronenquelle möglich. „Das PUMA am FRM II hat den nötigen hohen Neutronenfluss mit exzellenter Untergrundkontrolle zur Verfügung gestellt“, sagt Dr. Yuan Li, Physiker an der Standford Universität in den USA. Er betont, dass gerade die Messungen am PUMA mit den Instrumentwissenschaftlern Dr. Klaudia Hradil und Dr. Richard Mole zu der entscheidenden Beobachtung der sehr ungewöhnlichen Anregungen geführt haben. Das könnte die Physik, die hinter den supraleitenden Kupraten steckt, besser erklären helfen. Zukünftig sind weitere Messungen geplant, um ein quantitatives, theoretisches Modell der Kuprate zu entwickeln.

 

Originalveröffentlichung:

 

Hidden magnetic excitation in the pseudogap phase of a high-Tc superconductor, 283-285 (11 November 2010)

 

DOI:10.1038/nature09477

http://www.nature.com/nature/journal/v468/n7321/full/nature09477.html