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19.06.2012
Erster Schritt zur neuen Neutronenleiterhalle
An der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) beginnen die Arbeiten für das Fundament, auf dem eine Verbindung von der Experimentierhalle zur zukünftigen Neutronenleiterhalle Ost gebaut werden soll.
Auf dem Fundament, das nun gelegt wird, soll im nächsten Schritt die Zwischenstruktur errichtet werden, durch die die Neutronen aus der Experimentierhalle in die neue Neutronenleiterhalle geführt werden. „Die Neutronenleiterhalle Ost wird weitere weltweit einmalige Experimentiermöglichkeiten bieten, die noch mehr Gastwissenschaftler an den FRM II locken werden“, sagt der Wissenschaftliche Direktor der Forschungs-Neutronenquelle, Professor Dr. Winfried Petry.
Die Neutronenleiterhalle Ost soll folgende sieben wissenschaftliche Instrumente beherbergen:
- Das Instrument zur Messung des Dipolmoments des Neutrons (des gerade verlängerten Exzellenzcluster Universe der TUM), das zur Aufklärung des Ungleichgewichts zwischen Materie und Antimaterie im Universum beitragen soll.
- Das Flugzeitspektrometer TOPAS (Betreiber: Forschungszentrum Jülich): Hier werden magnetische Wechselwirkungen untersucht, die für zukünftige Anwendungen in der Informationstechnologien wichtig sind.
- Das Pulver- und Texturdiffraktometer Powtex (Forschungszentrum Jülich), das die Entwicklung moderner Materialien fördern und deren atomare und molekulare Struktur aufklären soll.
- Die Hochdruckpresse (Universität Bayreuth), mit der geophysikalische Fragestellungen bei Bedingungen, wie sie tief im Erdinneren herrschen, untersucht werden können.
- Das Dreiachsenspektrometer TRISP (Max-Planck-Gesellschaft), mit dem das Phänomen der Supraleitung weiter erforscht werden soll.
- Die Positronenquelle NEPOMUC (TUM und Universität der Bundeswehr München): Mit der weltweit intensivsten Quelle für langsame Positronen, den Antiteilchen der Elektronen, werden unter anderem Fusionsplasmen für die zukünftige Stromerzeugung simuliert.
- Das Experiment PERC (DFG Schwerpunktprogramm 1491) am Instrument MEPHISTO, mit dem hochpräzise Untersuchungen zum Zerfall des Neutrons mit kalten Neutronen durchgeführt werden sollen. Die Wissenschaftler wollen hiermit das Standardmodell zur Vereinigung der fundamentalen physikalischen Kräfte überprüfen.


