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Kategorie: Instrumente, N-REX+, TRISP, Wissenschaft
03.12.2010

Zwei Leibniz-Preisträger mit Forschungsverbindungen zum FRM II

Zwei der Wissenschaftler, die gestern mit dem Leibnizpreis ausgezeichnet wurden, forschen am FRM II bzw. haben mit diesem gemeinsame Forschungsprojekte: Prof. Dr. Bernhard Keimer, Direktor des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung in Stuttgart, und Prof. Dr. Franz Pfeiffer, Lehrstuhl für Angewandte Biophysik am Physik Department der Technischen Universität München.

Zwei Leibniz-Preisträger mit Forschungsverbindungen zum FRM II

Mit dem Instrument TRISP, das der Leibnizpreisträger Prof. Keimer am FRM II betreibt, geht der Physiker den Mechanismen der Supraleitung nach.

Professor Dr. Bernhard „Keimer ist einer der international herausragendsten Vertreter auf dem Gebiet der Neutronenstreuung. Sein Name steht für eine eigene Methodik, mit der er die seit mehr als 20 Jahren laufende und noch immer faszinierende Suche nach den Mechanismen der Hochtemperatur-Supraleitung in Cupraten vorantreibt“, heißt es in der Begründung der Deutschen Forschungsgemeinschaft anlässlich der Verleihung des höchstdotierten deutschen Forschungspreises an Prof. Keimer. Der Direktor am Stuttgarter Max-Planck-Institut für Festkörperforschung setzt hierbei die Methode der inelastischen Neutronenstreuung ein, um die Spinanregungen der Hochtemperatur-Supraleiter zu erforschen. An der Forschungs-Neutronenquelle betreibt er gleich zwei Großgeräte, das Neutronen-Spektrometer TRISP und das Neutronen-Reflektometer N-REX+. Vor allem TRISP setzt er für seine Forschung zu den Mechanismen der Supraleitung ein. TRISP ermöglicht es mit weltweit einmaliger Genauigkeit, nach den Kopplungsmechanismen zwischen den Elektronen zu forschen, die letztlich für die widerstandsfreie Stromleitung verantwortlich sind.

Der zweite Leibniz-Preisträger, den die DFG gestern auszeichnete und der gemeinsame Projekte mit dem FRM II hat, ist Prof. Dr. Franz Pfeiffer. Dem Inhaber des Lehrstuhls für Angewandte Biophysik am Physik-Department der TUM ist der Leibniz-Preis wegen seiner bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Röntgen-Phasenkontrastbildgebung verliehen worden. „Pfeiffer erfand ein völlig neuartiges Visualisierungsverfahren, das auf breitbandigen röntgenoptischen Transmissionsgittern beruht, und kombinierte es mit den Methoden der Computertomographie“, heißt es in der Begründung zur Preisverleihung. In diesem Verfahren liegt großes Potential zur Verbesserung der medizinischen Bildgebung und Diagnostik. Während bisher solche hochauflösenden Bildgebungsverfahren ausschließlich mit Synchrotronquellen möglich waren, soll in Zukunft an der Garchinger Neutronenquelle versucht werden, ob diese Verfahren auch für Neutronenradiographie und Tomographie möglich sind. Dies würde zu bisher nicht erreichter Genauigkeit in der Durchleuchtung technischer Objekte mit Neutronen führen. Als Vorstufe hierzu betreibt Prof. Pfeiffer zusammen mit dem FRM II einen Röntgen-Computertomographen.

Mehr Informationen:

Pressemitteilung der Max-Planck-Gesellschaft

Pressemitteilung der Technischen Universität München