Testaufbauten der zukünftigen Mo-99 Bestrahlungsanlage

Nachbildung der zukünftigen Mo-99-Bestrahlungsanlage (Foto: W. Schürmann, TUM).

Bis zum Start der Bestrahlung sind jedoch noch wesentliche Entwicklungsarbeiten notwendig. Hierzu zählt u.a. die Fertigstellung von zwei Versuchsaufbauten, welche die wesentlichen Komponenten der zukünftigen Bestrahlungseinrichtung im Maßstab 1:1 wiedergeben. Sie dienen dazu, den technischen Aufbau zu verifizieren, die Herstellbarkeit der Bestrahlungskanäle zu erproben und schließlich auch die Handhabungsschritte im Rahmen der Bestrahlung zu testen.

Nachbildung des Kühlkanal-Rücklaufs

Der kleinere von den beiden Versuchsaufbauten ist eine Nachbildung des Kühlkanal-Rücklaufs, in dem sich später die Targets zur Bestrahlung befinden. Der Kanal besitzt Original-Abmessungen, ist aber nur 2 m lang und aus Plexiglas gefertigt, um die Strömung des Kühlwassers zu beobachten. Mit Dummy-Targets wird hier das Verhalten bei großen Volumenströmen untersucht.

Nachbildung der kompletten Mo-99 Bestrahlungsanlage

Der große Versuchsaufbau stellt die Nachbildung der kompletten Kühlkanaleinheit mit den beiden Bestrahlungskanälen dar, so wie sie später in das bereits im Moderatorktank montierte Fingerhutrohr eingebracht werden soll. Die Kanäle sind hier aus Kostengründen aus Edelstahl und nicht wie später vorgesehen aus Zirkalloy gefertigt. Dieser Versuchsaufbau dient zum Testen von Be- und Entladeprozeduren der Targets sowie von Kühlungsprozessen.