Reaktor

Das Reaktorbecken fasst 700 Kubikmeter vollentsalztes Wasser (Foto: W. Schürmann / TUM).

Am FRM II werden durch Spaltung von Uran unter Ausnutzung der Kettenreaktion freie Neutronen erzeugt. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden solche Anlagen als Kernreaktoren  bezeichnet. Ein Kernreaktor heißt „kritisch“ wenn die Zahl der produzierten Neutronen gleich groß der Anzahl der absorbierten ist, die Anlage sich also in einem stabilen Gleichgewichtszustand bei konstanter Leistung befindet.

Die wesentlichen Komponenten des FRM II sind

  • das Brennelement, welches den Uranvorrat (die „Reaktivitätsreserve“) bereitstellt,
  • die verschiedenen Kühlkreisläufe, die die bei der Spaltung unvermeidbar ent­ste­hen­de Wärme abführen,
  • die Regelungs- und Überwachungssysteme, z.B. die Umgebungsüberwachung,
  • umfangreiche Einrichtungen der nuklearen, konventionellen und anlagentechnischen Sicherheit,
  • die Strahlführungssysteme, die die entstehenden Neutronen zu den Experimenten leiten sowie
  • zahlreiche Hilfs- und Nebensysteme, z. B. zur Bereitstellung von vollentsalztem Wasser, zur Konditionierung der Raumluft, zur Abwasserbeseitigung, Krananlagen und Transportmittel aller Art sowie viele weitere Einrichtungen.