Umgebungsüberwachung

Der Oskar-von-Miller Turm zeichnet die Wetterdaten auf dem Campus in Garching auf (Foto: A. Heddergott / TUM)

Zur Strahlenschutzüberwachung des FRM II gehört auch die Emissions- und Immissionsüberwachung.

Hierzu kontrolliert der Strahlenschutz fortlaufend die über die Kaminfortluft und über das Abwasser abgegebenen gasförmigen oder flüssigen radioaktiven Stoffe. Außerdem werden Proben aus der Umgebung des FRM II auf ihren Gehalt an Radioaktivität untersucht.

Messwerte laufend überwacht

Zur Emissionsüberwachung befinden sich festinstallierte Messstellen im Fortluftkamin des Reaktors sowie auf dem FRM II- bzw. Campusgelände. Alle relevanten Messwerte können über die betriebliche Leittechnik abgefragt werden und werden zusätzlich auch an das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) übertragen (Kernreaktor-Fernüberwachungssystem KFÜ, aktuelle Messdaten des KFÜ). Zusätzlich betreibt das LfU wie im Umkreis aller bayerischen kerntechnischen Anlagen ein eigenes Messnetz zur Messung der Dosisleistung.

Eine unabhängige Messstelle untersucht im Rahmen der Richtlinie zur Emissions- und Immissionsüberwachung (REI) Proben aus der Umgebung der Forschungs-Neutronenquelle auf ihren Gehalt an Radioaktivität. Dazu zählen Wasser, Aerosole, Pflanzen, Milch, Getreide oder Fisch (aktuelle Messwerte der Umgebungsüberwachung).

Wetterturm liefert Daten

Das Meteorologische Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München betreibt im Auftrag des FRM II auf dem Oskar-von-Miller-Turm des Campus Garching eine Wetterstation. Mit Hilfe der aufgezeichneten Wetterdaten (Windrichtung, -geschwindigkeit und Niederschlag) und den radioaktiven Emissionen wird die jährliche Dosisbelastung für eine fiktive Referenzperson berechnet.