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Die Neutronenquelle
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Eigenspannungen:

Eigenspannungen sind mechanische Spannungen, die in einem Bauteil vorhanden sind, ohne dass äußere Kräfte und Momente an diesem Bauteil angreifen. Die Eigenspannungen befinden sich daher in dem betrachteten System hinsichtlich der sie verursachenden Kräfte und Momente im mechanischen Gleichgewicht. Sie kompensieren sich demzufolge auf makroskopischer Ebene bezüglich jeder Fläche bzw. Achse durch den Körper.

Der Spannungszustand eines Bauteiles ergibt sich als Überlagerung äußerer Lastspannungen mit den im Bauteil vorhandenen Eigenspannungen. Die Eigenspannungen beeinflussen daher die Festigkeit, die Lebensdauer bei Beanspruchung durch Lastwechsel sowie den Widerstand eines Bauteiles gegen Spannungsrisskorrosion.

Mithilfe der Neutronenstrahlung ist im Gegensatz zu anderen Methoden die Bestimmung von Eigenspannungen bis tief in das Innere von Bauteilen zerstörungsfrei möglich. Die Eigenspannungsanalyse mit Neutronen erlaubt dabei die absolute und phasenspezifische Bestimmung von Eigenspannungswerten. Hierbei werden in einem definierten Volumen die Atomabstände in den drei Raumrichtungen vermessen und mit denen eines spannungsfreien Referenzkörpers verglichen. Aus den relativen Änderungen der Atomabstände und der Messung vieler definierter Volumina kann dann der Spannungszustand in einer Probe 3-dimensional errechnet werden.

 

Texturen:

Die Textur eines Werkstücks bezeichnet die Verteilung der Orientierungen aller Körner im polykristallinen Material in Bezug auf eine definierte Ausrichtung des Werkstücks. Insbesondere für Umformprozesse wie Schmieden, Walzen oder Tiefziehen ist die Anisotropie der mechanischen Eigenschaften bedingt durch die Textur von besonderer Bedeutung. Eine Texturbestimmung umfasst typischerweise die Messung mehrerer Polfiguren, welches von der Kristallstruktur und dem Probenkörper abhängt. Auch hier ist wieder die hohe Durchdringungskraft der Neutronen von Vorteil um ein umfassendes Bild der Textur eines Werkstücks zu erhalten.