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Tumortherapie

Am FRM II soll die Direktbestrahlung oberflächennaher Tumoren mit schnellen Reaktorneutronen praktiziert werden. Die Reaktorneutronen in Garching weisen dabei aufgrund ihres Energiespektums die weltweit höchste relative biologische Wirksamkeit aller derzeit zur Krebsbehandlung eingesetzten Neutronenstrahlen auf.

Mit der neuen Neutronenquelle FRM II wird die Tumorbehandlung mit Neutronen wesentlich verbessert. In Abstimmung mit der Klinik für Strahlentherapie und Radiologische Onkologie der TU München wurde eine Anlage konzipiert, die für klinische Anwendungen gegenüber der alten Quelle FRM folgende Vorteile bietet:

  • Der Neutronenstrahl ist intensiver und durch Filterungssysteme flexibler nutzbar. Dadurch werden eine bessere individuelle Anpassung des Strahls an den Tumor und eine bessere Wirkung bei gleichzeitig kürzeren Bestrahlungszeiten erzielt.
  • Das Bestrahlungsfeld ist vergrößert worden: Das maximale Bestrahlungsfeld ist statt 10cm x 10cm nun 20cm x 30cm groß. Bisher waren für ein solches Großfeld 6 Einzelbestrahlungen (Einzelfelder) nötig. Auch diese Verbesserung trägt zu einer Verkürzung der Bestrahlungszeiten bei. Ferner wird eine gleichmäßigere Bestrahlung des erkrankten Gewebes erreicht, da das Bestrahlungsfeld nicht stückweise bestrahlt werden muß.
  • Ein variables Blendensystem ermöglicht eine individuelle Formgebung des Neutronenstrahls und damit eine Verringerung der Bestrahlung von gesundem Gewebe.

Am FRM II soll die Direktbestrahlung oberflächennaher Tumoren mit schnellen Reaktorneutronen praktiziert werden. Die Reaktorneutronen in Garching weisen dabei aufgrund ihres Energiespektums die weltweit höchste relative biologische Wirksamkeit aller derzeit zur Krebsbehandlung eingesetzten Neutronenstrahlen auf.

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Ausgedehnter Kehlkopftumor vor der Therapie am alten FRM
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Ungefähr drei Monate nach kombinierter Bestrahlung mit Reaktorneutronen (FRM-I) und Gammastrahlen ist der Tumor völlig verschwunden.
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Grundriß der Bestrahlungsanlage für Medizin und Technik am FRM II
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Ungefähr drei Monate nach kombinierter Bestrahlung mit Reaktorneutronen (FRM-I) und Gammastrahlen ist der Tumor völlig verschwunden.