Über uns

Die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) ist ein wissenschaftliches Zentralinstitut der Technischen Universität München (TUM) auf dem Gelände des Forschungszentrums in Garching. Der FRM II nahm zum 29. April 2005 seinen Nutzerbetrieb auf und liefert jährlich in vier Zyklen zu je 60 Tagen Neutronen für Wissenschaft, Industrie und Medizin. Betreiber der Quelle ist die Technische Universität München (TUM), finanziert wird sie vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (StMBW). Die wissenschaftliche Nutzung des FRM II wird zusätzlich gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Blick auf FRM II und Atom-Ei (Foto: W. Schürmann / TUM).

Der Industrie steht die Quelle zu ca. 30 % der nutzbaren Strahlzeit zur Verfügung. Das beinhaltet sowohl Industrie-nahe Forschung, finanziert durch die Öffentliche Hand, Auftragsforschung, finanziert durch die Industrie, Dotierung von Silizium für die Halbleiterindustrie, Herstellung von Radioisotopen für Nuklearmedizin und Industrie, Elementanalysen als auch Tumortherapie.

Zentrales Ziel des Reaktorbetriebes ist die Bereitstellung eines hohen Neutronenflusses. Er dient nicht der Erzeugung von Strom. Mit 20 Megawatt thermischer Leistung erzeugt der FRM II nur etwa 0,6 % der thermischen Leistung, die ein herkömmliches Kernkraftwerk zur Stromerzeugung produziert. Er hat das weltweit beste Verhältnis von thermischer Leistung zu Neutronenfluss und gehört damit zu den effektivsten und modernsten Neutronenquellen der Welt.

Die wissenschaftliche Nutzung des FRM II erfolgt im Rahmen einer Kooperation zwischen TUM, Forschungszentrum Jülich und Helmholtz Zentrum Geesthacht unter Mitwirkung der Max Planck Gesellschaft und neun weiteren Universitätsgruppen. Sie fungiert unter dem Namen Heinz Maier-Leibnitz Zentrum (MLZ). Das MLZ wird gemeinsam finanziert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sowie Partner der Kooperation. Als Serviceeinrichtung für Nutzer im Bereich der Spitzenforschung mit Neutronen und Positronen verfügt das MLZ über eine einzigartige, leistungsfähige Ausstattung.  An etwa 30 verschiedenen wissenschaftlichen Instrumenten können sich Wissenschaftler aus der ganzen Welt um Messzeit bewerben. Jährlich nutzen etwa 1000 Wissenschaftler die Neutronen für ihre Experimente und Untersuchungen.

Der FRM II wird finanziert durch