Axel Pichlmaier neuer Technischer Direktor

Zum 1. Juli tritt Dr. Axel Pichlmaier als neuer Technischer Direktor der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz an. Der 51-jährige Physiker bringt sowohl Erfahrung aus der Neutronenforschung als auch aus dem Reaktorbetrieb und der nuklearen Aufsicht mit.

Dr. Axel Pichlmaier bringt Erfahrung aus der Wissenschaft mit Neutronen, dem Betrieb von Forschungsreaktoren und der nuklearen Aufsicht mit. © FRM II / TUM

Mit Klarinette und in Tracht hat Dr. Axel Pichlmaier das Sommerfest 2016 am FRM II bereichert. © FRM II / TUM

 

Die Initialzündung für Axel Pichlmaiers Berufsweg gab Professor Dr. Klaus Schreckenbach im Jahr 1992 in der Vorlesung „Nukleare Festkörperphysik“ an der Technischen Universität München (TUM). Schreckenbach fand in der zuhörenden Studentenschar in Axel Pichlmaier einen Werkstudenten im Bereich der Grundlagenforschung mit Neutronen am Institut Laue Langevin (ILL) in Grenoble, Frankreich. Nach der Diplomarbeit an der Prototyp-Positronenquelle am Atom-Ei promovierte Pichlmaier schließlich über ultrakalte Neutronen im Rahmen einer Zusammenarbeit der TUM und dem ILL, ebenfalls bei Professor Schreckenbach.

Nun tritt Axel Pichlmaier in die Fußstapfen seines Doktorvaters Klaus Schreckenbach, der von 1999 bis 2005 der erste Technische Direktor des FRM II war.

Internationale Erfahrung

Axel Pichlmaier bringt für die Aufgabe als Technischer Direktor nicht nur Erfahrung aus der Wissenschaft mit, die er am Los Alamos National Laboratory, USA, und dem Paul-Scherrer-Institut, Schweiz, noch vertiefte. 2008 wechselte Axel Pichlmaier als Experte für Reaktorphysik zum TÜV Süd zurück in seine Geburtsstadt München. Von dort zog es ihn 2011 an die Forschungs-Neutronenquelle der TUM, wo er zeitgleich die Fachbereichsleitungen für den Reaktorbetrieb und den Stillstandsbetrieb des Atom-Ei innehatte. Als das ILL 2018 einen Stellvertretenden Leiter des Reaktorbetriebs mit rund 100 Mitarbeitern suchte, wechselte Axel Pichlmaier noch einmal nach Frankreich. Auch privat ist Axel Pichlmaier gerne in anderen Ländern unterwegs, allerdings meist per Fahrrad. Außerdem musiziert er in verschiedenen Musikgruppen, spielt Klarinette und Saxophon.

Dienstleistung für die Wissenschaft

Jetzt kehrt Pichlmaier zurück an den FRM II und freut sich „auf die Zusammenarbeit mit den kompetenten Kollegen“, die er noch gut aus seiner siebenjährigen Tätigkeit am FRM II kennt. Als Ziele nennt der neue Technische Direktor, den FRM II weiterhin sicher zu betreiben, „als Dienstleistung für die Wissenschaft“ am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum. Auch möchte er Synergien zwischen den europäischen Neutronenquellen, insbesondere dem FRM II und dem ILL, verstärkt nutzen.

Große Projekte warten

Die Anlage sei von seinem Vorgänger Dr. Anton Kastenmüller „in einwandfreiem Zustand übergeben worden“, so Pichlmaier. Kastenmüllers zweite Amtszeit als Technischer Direktor des FRM II endete im März 2020 turnusgemäß nach fünf Jahren. „In zehn Jahren hat sich Dr. Anton Kastenmüller für den sicheren Betrieb des FRM II sehr verdient gemacht“, sagt der Wissenschaftliche Direktor des FRM II und MLZ, Prof. Dr. Peter Müller-Buschbaum. Ausdrücklich dankte er auch Dr. Heiko Gerstenberg und Roland Schätzlein, die die Technische Leitung von April bis zum Amtsantritt Pichlmaiers kommissarisch übernommen hatten. Über den sicheren Betrieb hinaus warten auf Pichlmaier und seine mehr als 110 Mitarbeiter die Versorgung mit frischen und die Entsorgung von abgebrannten Brennelementen sowie die Umrüstung des Brennstoffs: große Projekte mit weitreichender Bedeutung für den FRM II.