Riesenandrang beim Tag der offenen Tür und Maustag

Mehr als 500 Besucher kamen auch dieses Jahr wieder in den Genuss einer Führung am Tag der offenen Tür und dem Maustag der Forschungs-Neutronenquelle. Zusätzlich zur Besichtigung gab es für Kinder und Erwachsene wieder ein buntes Begleitprogramm im Physik-Department.


Die Kinder der Mausgruppe durften als erste zur Führung durch den FRM II. (Foto: Andreas Heddergott / TU München)

Vorbei am Atom-Ei ging es zur Forschungs-Neutronenquelle. (Foto: Andreas Heddergott / TU München)

Technischer Direktor, Dr. Anton Kastenmüller, erklärt die Forschung mit Hilfe von Süßigkeiten. (Foto: Andreas Heddergott / TU München)

Fast schon magisch ging es bei den Experimenten mit flüssigem Stickstoff zu: Flumis hüpften nicht mehr und Taschentücher zerbrachen. (Foto: Andreas Heddergott / TU München)

Am Ende verteilte TUM-Doktorand Tobias Neuwirth an alle das heiß ersehnte, frisch gerührte Eis. (Foto: Andreas Heddergott / TU München)

Der Stand des FRM II-Strahlenschutzes war immer umringt von Neugierigen. (Foto: Andreas Heddergott / TU München)

Das Legomodell eines Drei-Achsenspektrometers fand viele Bewunderer. (Foto: Andreas Heddergott / TU München)

Bis 18 Uhr boten die Mitarbeiter des Heinz Maier-Leibnitz Zentrums und des FRM II auch Führungen für Erwachsene an. (Foto: Andreas Heddergott / TU München)

Bis aus dem Allgäu und über eine Stunde vor dem eigentlichen Beginn reisten die Besucher an. Bereits um 8 Uhr stand eine Dame aus München an der Anmeldung im Physik-Department. Zwar waren bis dahin bereits alle Plätze für Führungen durch die Forschungs-Neutronenquelle vergeben. Aber die Dame hoffte darauf „dass jemand vielleicht verschlafen hat“. So kam es dann auch und die Münchnerin lief freudestrahlend gleich mit der ersten Gruppe um 9.15 Uhr mit. Eine fünfköpfige Familie aus dem Allgäu hatte bereitwillig 1,5 Stunden Fahrt auf sich genommen, damit alle drei Buben an der Kinderführung zum Maustag teilnehmen konnten. Am meisten Freude bereitete ihnen „das Limetteneis“, das die Wissenschaftler des FRM II nach Experimenten mit flüssigem Stickstoff frisch für die Kindergruppen fertigten.

515 Besucher auf Tour durch die Forschungs-Neutronenquelle

Der Trend der Besucherzahlen der vergangenen Jahre setzt sich fort: 399 Erwachsene und 116 Kinder hatten einen der heiß begehrten Plätze in den Führungen ergattert. Obwohl der FRM II am Ende noch zwei Führungen mehr als geplant anbot, war die Nachfrage am Ende doch noch höher.

Dieses Jahr hatte der FRM II auf dem gesamten Campus Garching als einzige Institution seine Türen geöffnet. Was lag näher, als diesen Sondertag gleich mit dem deutschlandweiten Tag der offenen Tür der Sendung mit der Maus zu verbinden der traditionell am 3. Oktober stattfindet? Bereits 2018 hatte der Maustag am FRM II sehr großen Anklang bei Kindern und Eltern gefunden.

Von Antimaterie bis zur Umrüstung

Für das Begleitprogramm hatten die Mitarbeiter des Heinz Maier-Leibnitz Zentrums und der Forschungs-Neutronenquelle einiges auf die Beine gestellt: In Vorträge erfuhren die Zuhörer etwas über die Umrüstung des Brennelements, die medizinischen Anwendungen am FRM II und die Wasserstoffforschung bis hin zur Antimaterie. In einem zweiten Hörsaal liefen aktuelle Filme. Wer lieber das persönliche Gespräch suchte, wurde gleich von drei Infoständen und diversen Mitmachaktionen angelockt: Der Strahlenschutz präsentierte Messungen zu Radioaktivität im Alltag und suchte mit einem Computerspiel den geschicktesten Reaktorfahrer. Seine Geschicklichkeit im Treffen von Atomen konnte man an der Neutronen-Wurfwand unter Beweis stellen und ganz neu bei zwei sich drehenden Chopperscheiben nachempfinden, wie schwer es ist, die Neutronen einer bestimmten Geschwindigkeit herauszufiltern. Der MLZ-Stand bot außerdem ein neu gebautes Legomodell eines Drei-Achsenspektrometers und einen echten Neutronenleiter. Auch über die Antiteilchen der Elektronen, die Positronen, informierten Wissenschaftler der TU München an ihrem Stand.

Für den Nachhauseweg gab es für die Kinder noch mit Helium befüllte Luftballons. Nicht nur für die Familie aus dem Allgäu hatte sich der weite Weg gelohnt.