Thomas Keller vertritt Deutsche Neutronenforschung

MLZ-Instrumentwissenschaftler Dr. Thomas Keller hat bei der Wahl zum 12. Komitee Forschung mit Neutronen (KFN) die meisten Stimmen erhalten. Im Dezember 2020 übergaben die scheidenden Vorsitzenden Dr. Astrid Schneidewind und Prof. Dr. Markus Braden das Zepter an die neuen KFN-Mitglieder.

Dr. Thomas Keller am Instrument TRISP des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung am MLZ. Kunstbild: Bernhard Ludewig


In der siebenköpfigen Vertretung der deutschen Neutronenforschung vertritt Dr. Thomas Keller in der Wahlperiode 2020-2023 die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz und das Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart. Am MLZ ist er verantwortlich für das Dreiachsen-Spektrometer TRISP und somit immer im Austausch mit Neutronen-Anwenderinnen und -Anwendern. Daraus ergeben sich auch die Leitfragen, die Keller sich für sein Engagement im KFN gesetzt hat: Welche instrumentellen Entwicklungen werden benötigt? Wie können wir den Nachwuchs für die Arbeit mit Neutronen begeistern?

Seine Fragen fanden offenbar viel Resonanz: Mit 187 Stimmen (13,4 %) konnte Keller die meisten Wähler überzeugen. Künftig ist er verantwortlich für das Ressort Infrastruktur und Instrumentierung. Das beinhaltet die langfristige Planung bezüglich der Ausstattung und wissenschaftlichen Nutzung von nationalen und internationalen Neutronenquellen. „Das große Thema für uns alle ist Digitalisierung, zum Beispiel im Bereich Künstliche Intelligenz. Daran wollen wir als Neutronen-Community auch teilnehmen – der Weg ist allerdings noch unklar. Außerdem sollen in der Zukunft alle experimentellen Daten öffentlich zugänglich und auffindbar sein. Dafür müssen einheitliche Datenformate entwickelt werden“, so Dr. Thomas Keller. Seine Aufgabe teilt sich Keller mit Prof. Dr. Markus Braden von der Universität zu Köln, der am MLZ als Projektleiter an der Inbetriebnahme des Instruments KOMPASS beteiligt ist.

Insgesamt waren 1581 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen zur Wahl des KFN aufgerufen und hatten jeweils 3 Stimmen. 524 von ihnen (33,14 %) haben ihre Stimme abgegeben. Laut Satzung wahlberechtigt sind „Wissenschaftler in der Bundesrepublik Deutschland sowie deutsche Wissenschaftler im Ausland, die mit Neutronen arbeiten und einen berufsqualifizierenden Abschluss besitzen“.

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Mehr Informationen:

Wahlergebnis des 12. KFN