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Prof. Andreas Meyer wird wissenschaftlicher Direktor des FRM II

Aktuell, Pressemitteilung | 02.09.2026

Die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) der Technischen Universität München (TUM) bekommt einen neuen wissenschaftlichen Direktor. Der Physiker und TUM-Alumnus Prof. Andreas Meyer übernimmt das Amt zum 01.10.2026 von Prof. Christian Pfleiderer. Seit 2021 ist Andreas Meyer deutscher stellvertretender Direktor des Institute Laue-Langevin (ILL) in Grenoble.

Prof. Christian Pfleiderer und Prof. Andreas Meyer auf der Besuchergalerie der Neutronenleiterhalle West des FRM II.
Prof. Christian Pfleiderer (links) übergibt das Amt an Prof. Andreas Meyer (rechts). © Laura Richter, FRM II / TUM

Prof. Andreas Meyer wird in den kommenden 5 Jahren als wissenschaftlicher Direktor in der Leitung des FRM II tätig werden. Die Forschungs-Neutronenquelle in Garching bei München ist als leistungsstärkster deutscher Forschungsreaktor seit Jahrzehnten ein enorm wichtiger Dienstleister für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im In- und Ausland. Dieses Potenzial und die große Kompetenz, die am FRM II vorhanden ist, gilt es, auch für die Zukunft der gesamten wissenschaftlichen Community zur Verfügung zu stellen.

TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann betonte: „Ich bin überzeugt, dass Prof. Andreas Meyer die vielfältigen Aufgaben am FRM II mit wissenschaftlich-technischer Expertise, internationaler Erfahrung sowie den notwendigen Managementkompetenzen bewältigen wird. Ich darf Prof. Christian Pfleiderer herzlich dafür danken, dass er das Amt des wissenschaftlichen Direktors am 01.01.2024 kurzfristig übernommen hat und seitdem mit größtem Engagement dazu beigetragen hat, den FRM II durch herausfordernde Zeiten zu lenken.“

Prof. Christian Pfleiderer hatte die wissenschaftliche Leitung des FRM II zum Januar 2024 interimsmäßig übernommen. Sein Auftrag war die erfolgreiche Evaluierung der wissenschaftlichen Nutzung der Neutronenquelle im Rahmen des MLZ und die Weiterentwicklung interner Abläufe.

Prof. Andreas Meyer auf der Besuchergalerie der Neutronenleiterhalle West des FRM II.
Prof. Andreas Meyer wird ab Oktober 2026 wissenschaftlicher Direktor des FRM II. © Laura Richter, FRM II / TUM

„Die wissenschaftliche Leitung des FRM II war eine intensive und sehr erfüllende Aufgabe. Was in dieser Zeit erreicht wurde, ist die Leistung des gesamten Teams – mein Dank gilt allen Kolleginnen und Kollegen für ihren unermüdlichen Einsatz“, sagt Christian Pfleiderer. „Ich freue mich, den Staffelstab nun an Andreas Meyer zu übergeben. Mit seiner wissenschaftlichen Expertise, Kenntnis der Neutronen-Community und seiner Leitungserfahrung ist er die richtige Person, um den FRM II in die Zukunft zu führen.“ 

Christian Pfleiderer bleibt der TUM als Professor sowie als Direktor des Zentrum für QuantumEngineering verbunden und wird auch in seiner Forschung weiterhin eng mit dem FRM II zusammenarbeiten.

Prof. Andreas Meyer sieht seiner neuen Aufgabe mit Vorfreude entgegen: „Es ist für mich eine besondere Ehre, als Alumnus an die TUM zurückzukehren. Der FRM II ist eine der leistungsstärksten Neutronenquellen weltweit. Einzigartig ist seine Einbettung in die Exzellenzuniversität TUM und die zentrenübergreifende Zusammenarbeit innerhalb des Heinz Maier-Leibnitz Zentrums. Mein Ziel ist es, gemeinsam mit dem gesamten Team die Zukunft des FRM II zu gestalten und der nationalen wie internationalen Neutronen-Community langfristig erstklassige Forschungsbedingungen zu bieten.“

Zur Person:

Prof. Dr. Andreas Meyer ist seit dem 1. Oktober 2021 deutscher stellvertretender Direktor des Institute Laue-Langevin (ILL), Grenoble, und zudem Leiter der Technology and Projects Division. Als Experte für die Anwendung der Neutronenstreuung in der Materialwissenschaft konzentriert er sich insbesondere auf die Dynamik und Struktur metallischer Schmelzen bei sehr hohen Temperaturen und in der Nähe des Glasübergangs. Nach seiner Promotion basierend auf der Forschung, die er am Nuclear Resonant Scattering Beamline des ESRF durchgeführt hatte, trat Andreas Meyer dem National Institute of Standards and Technology, USA, bei, wo er an der Inbetriebnahme eines neuen Neutronenrückstreuspektrometers arbeitete. Anschließend habilitierte er sich am Physik-Department der Technischen Universität München. 

2006 wurde er Direktor des Instituts für Materialphysik im Weltraum am Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln, in einer gemeinsamen Berufung mit der Ruhr-Universität Bochum und ist seit 2021 als deutscher stellvertretender Direktor des ILL abgeordnet. Im Laufe seiner bisherigen Karriere war die neutronenbasierte Wissenschaft ein wichtiger Bestandteil von Andreas Meyers Forschungsportfolio. Er hat die deutsche Neutronenstreugemeinschaft zudem in verschiedenen Funktionen vertreten, beispielsweise als gewähltes Mitglied des Deutschen Komitees für Neutronenforschung.


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