Zum Inhalt springen
  • Karriere
  • Telefonverzeichnis
  • Veranstaltungen
  • MLZ-Website
  • MLZ User Office
  • Webmail (intern)
  • Webmail (Betrieb)
  • Intranet
  • de
  • en
  • Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II)
  • Technische Universität München
Technische Universität München
  • Startseite
  • Über uns
    • Vom "Atom-Ei" zum FRM II
    • Zahlen & Fakten
      • Auftragsvergaben
    • Aktuelles & Medien
      • Newsartikel
      • Filme
        • Interaktives Panorama
      • Broschüren
        • Jahresberichte
        • Newsletter
      • Veranstaltungen
        • Maustag für Groß und Klein 2025
    • Kontakt
  • Neutronenquelle
    • Neutronen
    • Brennelemente
      • Lebenszyklus eines Brennelements
      • Entsorgung der Brennelemente
        • FRM II-Brennelement
        • Aufbewahrung in Ahaus
        • Sichere Verpackung
        • Transportfahrzeug
        • Genehmigungen
        • Funktionstest
        • FAQ
      • Umrüstung
        • Was bedeutet die Umrüstung
        • Ziele der Umrüstung
        • Wer arbeitet an der Umrüstung?
        • Faktencheck
    • Reaktor
      • Beckeneinbauten
      • Strahlführung
        • Kühlkreisläufe
    • Bestrahlungsanlagen
      • Rohrpostbestrahlung
      • Kapselbestrahlung
      • Mechanische Bestrahlung
      • Bestrahlungsposition im Regelstab
      • Bestrahlung mit schnellen Neutronen
      • Zukünftige Mo-99 Bestrahlungsanlage
    • Sicherheitssysteme
  • Rundherum sicher
    • Schutz von Personen
    • Überwachung der Anlage
    • Überwachung der Umgebung
      • C-14 Ableitung
  • Transporte
  • Forschung
  • Medizin
    • Radioisotope für Diagnostik
    • Radioisotope für Therapie
    • Tumorbestrahlungen
  • Industrie
    • Materialanalyse
      • TUM-Expertenforen
      • VDI Fachausschuss 101
        • Bildgebende Verfahren
        • Optische Messverfahren
        • Eigenspannungs- und Texturanalyse
        • Analytik
      • Analytik mit Neutronen
    • Radioisotope für Industrie
    • Siliziumdotierung
  • Karriere
  • Ihr Besuch am FRM II

Von schmelzender Schokolade und wählerischen Veganern

21.07.2026

Rund 80 Spezialisten aus der Neutronen- und Lebensmittelforschung haben sich in der Woche vom 15. bis 18. Juni zur achten Ausgabe der „Neutrons & Food“ Konferenz in Garching getroffen. Im Mittelpunkt stand der Austausch zwischen den beiden Disziplinen, wie die Organisatoren vom Forschungszentrum Jülich betonen.

Zumindest um flüssige Nahrung ging es auch beim Konferenzausflug, der die Teilnehmenden in die Brauerei Weihenstephan auf dem Campus Freising der Technischen Universität München führte. © Iris Köhler, Forschungszentrum Jülich

Es riecht verführerisch nach frisch gebackenen Brezen im Bürgerhaus Garching. In der Konferenz-Pause bleiben die zu weichen Teiglinge dann aber überwiegend auf dem Tablett liegen. Dass Nahrung alle Sinne ansprechen muss, verdeutlicht Prof. Dr. Peter Fischer in seinem Keynote-Vortrag: „Die Konsistenz der Produkte ist der Hauptgrund, warum über 90% der Kunden im Supermarkt nicht zu pflanzenbasierten Fleischalternativen greifen“, sagt der Professor an der ETH Zürich.

Vegane Produkte mit Neutronen untersucht

Das Sojaschnitzel muss also nicht nur so aussehen und schmecken wie ein echtes aus Hähnchen-Fleisch, sondern sich im veganen Mund auch so anfühlen. Und genau diese Textur der Soja- und Erbsenproteinprodukte hat Dr. Tong Guan im Team von Fischer mit Röntgen und Neutronen während des Herstellungsprozesses untersucht, um herauszufinden, wie die faserige Struktur sich auf molekularer Ebene herausbildet. Sogar das Kauen hat das Forschungsteam direkt maschinell nachgestellt und mathematisch ausgedrückt. 

Warum Eiskonfekt auf der Zunge zergeht

Neben den Fleischalternativen widmete sich ein anderer Vortrag von Prof. Dr. Thomas Vilgis auch dem Evergreen unter den Lebensmitteln, der Schokolade. Im Interview outet er sich als Fan von Eiskonfekt. „Das gabs doch früher immer im Kino“, schwärmt der Professor vom Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz. Warum diese süße Verführung zart auf der Zunge zergeht? Und warum alte Schokolade einfach nicht mehr schmelzen will und zäh zwischen den Zähnen hängt? Thomas Vilgis hat es dank Streumethoden herausgefunden: „Beim Eiskonfekt ist es eine trickreiche Mischung aus Kokosöl und Schokolade. Das Kokosöl setzt den Schmelzpunkt der Schokolade herab.“ Natürlich hat Thomas Vilgis das perfekte Eiskonfekt mit 30% Kakaobutter und 70% Kokosöl im Labor hergestellt: „Das war sogar besser als im Kino.“ 

Prof. Dr. Thomas Vilgis, hier im Gespräch während der Kaffeepause, hat zur Kristallisation von Schokolade geforscht. © Iris Köhler, Forschungszentrum Jülich

Alte Schokolade hat zu hohen Schmelzpunkt

Der ideale Schmelzpunkt für Schokolade liege bei 33°C. Alte oder schlecht hergestellte Schokolade habe oft einen höheren Schmelzpunkt von 36°C, was dazu führt, dass sie einfach nicht schmelzen will im Mund. Kakaobutter aus Bohnen, die näher am Äquator geerntet wurden, müsse man laut Vilgis höher aufheizen, da der höhere Anteil an ungesättigten Fettsäuren in diesem Kakao einen höheren Schmelzpunkt verursachen. 

Geheimtipp für Chocolatiers

Und einen Geheimtipp für Chocolatiers hat Vilgis auch noch dank seinen Messungen: „Statt nur auf 50°C muss man die Schokolade bis auf 90°C hochheizen, damit die typische Struktur erhalten bleibt.“ Es formen sich beim Hochheizen Kristalle, die als Keim dienen, um dann den niedrigeren Schmelzpunkt in der ausgehärteten Schokolade zu erhalten. 

Nahrungsmittelindustrie im Umbruch

Bei so vielen spannenden Beiträgen, die auch Themen wie den 3D-Druck von Nahrungsmitteln oder die Analyse von Gouda und Espresso mit Neutronen und einen Schulungstag mit Einführung in Neutronen- und Lebensmitteltechnologien umfassten, zeigte sich das Organisatorenteam um Dr. Theresia Heiden Hecht und Dr. Olaf Holderer glücklich. „Die Nahrungmittelindustrie ist im Umbruch und hochtechnisiert. Genau deshalb ist die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Disziplinen mit Neutronenforschenden auf der einen Seite und Lebensmitteltechnologen auf der anderen sehr wichtig“, sagt Theresia Heiden Hecht. 

Und bei einem Glas Bier zum Konferenzdinner in Weihenstephan konnten die Forscherinnen und Forscher „angewandte Lebensmittelwissenschaft“ betreiben, wie Prof. Stephan Förster vom Forschungszentrum Jülich zur Eröffnung der Konferenz vorgeschlagen hatte.  

Nathaniel Hendrik, Elisa Mégroz und Li-Hsuan Lin (v.l.) erhielten die Auszeichnungen für die besten Präsentationen bzw. das beste Poster von Organisatorin Theresia Heiden Hecht (r.). © Iris Köhler, Forschungszentrum Jülich

Mehr Informationen: 

Für ihre Präsentationen und Poster wurden folgende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgezeichnet: 

Elisa Mégroz - Best Presentation award
Nathaniel Hendrik - Best presentation award
Li-Hsuan Lin - Best Poster award

Alle erhielten einen von Wiley gesponserten Tango-Online-Gutschein im Wert von 100 Euro. 

 


In Verbindung stehende News:

  • Grüne Biomasse als nachhaltige Proteinquelle - 18.03.2026
  • Milch aus grünen Blättern - 25.03.2024
◄
To top
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Barrierefreiheit