Wissenschaftlicher Austausch zu Positronen und Antimaterie

Aktuell, NEPOMUC |

Von 05. – 08. Juli fand die Klausurtagung „Antimaterie: Positronen in der Grundlagenforschung und Materialphysik“ auf der Dresdner Hütte im Stubaital statt. Bei der von der Heraeus-Stiftung geförderten Veranstaltung tauschten sich Forschende des MLZ mit weiteren Expertinnen und Experten aus der Positronenforschung aus und begeisterten die junge Generation von ihrem Forschungsfeld.

V.l.n.r., hinten: Dylan Schmeling, Maksym Melnyk, Matthias Dodenhöft, Michael Zimmermann, Vassily Burwitz, Johannes Mitteneder, Lucian Mathes, Adrian Langrehr, Ulrike Zweck; mitte: Lisa-Marie Krug, Vicky Chen, Ricardo Helm; vorne: Johannes Lehtonen, Marcel Dickmann, Christoph Hugenschmidt, Markus Singer, Carl Rogge, Sebastian Vohburger. © Markus Singer, IPP

Vor traumhafter Bergkulisse auf 2308m Höhe richtete die Arbeitsgruppe “Physik mit Positronen” am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum (MLZ) unter der Leitung von Prof. Christoph Hugenschmidt ihre Klausurtagung aus. Die 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus insgesamt drei verschiedenen Arbeitsgruppen von der Technischen Universität München (TUM), der Universität der Bundeswehr München sowie vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) hielten abwechslungsreiche Vorträge über die Bedeutung der Positronen in Grundlagenforschung und Materialphysik.

Zukünftige Entwicklung der Positronenforschung

Lebhafte Diskussionen führten zu vielen neuen Ideen und Denkanstößen, die den fachlichen Austausch der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler förderten. Mit großem Interesse verfolgten die Teilnehmer:innen dabei die Pläne für zukünftige Messungen sowie instrumentelle Weiterentwicklungen an der weltweit stärksten Positronenquelle NEPOMUCam Heinz Maier-Leibnitz Zentrum (MLZ) in Garching. Ein konkretes Upgrade beinhaltet dabei die künftige Erweiterung der Instrumentierung in der Neutronenleiterhalle Ost.

Persönliche Kontakte im Fokus

Neben den wissenschaftlichen Themen kam auch das gegenseitige Kennenlernen nicht zu kurz: Gletscherexkursion, Wanderungen und gemeinsame Abendessen boten viele Möglichkeiten neue Kontakte zu knüpfen. „Nach mehr als zwei Jahren mit hauptsächlich virtuellen Konferenzen war die diesjährige Klausurtagung eine fachlich und persönlich sehr gewinnbringende Zusammenkunft“, fasst Prof. Hugenschmidt zusammen. Besonders die jüngeren Werkstudierenden erhielten tiefere Einblicke in die Positronenforschung und die wissenschaftliche Praxis im Allgemeinen.

Heraeus-Stiftung fördert wissenschaftlichen Austausch

Finanzielle Unterstützung erhielten die Organisatorinnen und Organisatoren der Klausurtagung von der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung. Diese fördert Veranstaltungen, die dem wissenschaftlichen Austausch dienen und insbesondere jungen Forschenden die ersten Schritte in die Wissenschaft ermöglichen.

Weitere Informationen:

An der Klausurtagung „Antimaterie: Positronen in der Grundlagenforschung und Materialphysik“ nahmen Vertreterinnen und Vertreter folgender Arbeitsgruppen teil: Gruppe Physik mit Positronen der Technischen Universität München (TUM), Positronengruppe am LRT2 der Universität der Bundeswehr München (UniBWM), sowie Gruppe Elektron-Positron-Plasma des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP).