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Newsartikel

Tunnel für Cooperpaare

Aktuell, Wissenschaft | 13.05.2016

Dünnschichtsysteme mit supraleitenden und ferromagnetischen Zuständen und einer Isolatorschicht dazwischen hat bis jetzt noch niemand auf ihre magnetischen Eigenschaften untersucht.

Maria ist ein Neutronen-Reflektometer mit Polarisationsanalyse, das spezialisiert ist auf die Untersuchung von dünnen magnetischen Schichten. Maria kann bei tiefen Temperaturen und unter magnetischen Feldern betrieben werden und zusätzlich mit einer Molecular-Beam-Epitaxy-Anlage wie bei diesem Experiment benutzt werden. (Foto: W. Schürmann / TUM)

13.05.2016

Dünnschicht-Systeme mit kontrollierter Schnittstellen sind sehr interessant, da sie Anlass zu exotischen physikalischen Phänomenen geben und neue Funktionalitäten ermöglichen. Bei einer Kopplung zwischen supraleitenden und ferromagnetischen Zuständen in Hybrid-Oxid-Heterostrukturen entsteht allerdings keine Synergie, weil das magnetische Wechselfeld in einem Ferromagneten aus Elektronen mit parallelem Spin besteht und die Supraleitung darauf beruht, dass Cooperpaare mit gegensätzlichen Elektronenspins ausgebildet werden. Eine Kombination aus beiden gelingt nur in einem Schichtsystem, wobei der Supraleiter die ferromagnetische Ordnung über eine magnetisch "tote“ Schicht beeinflusst (bekannt als so genannter "Proximity-Effekt"). Weltweit haben Wissenschaftler eine Reihe exotischer Phänomene in solchen Schichtsystemen beobachtet. Bis jetzt hat aber noch niemand untersucht, was passiert, wenn zwischen diesen beiden Schichten ein Isolatormaterial eingebaut wird.  

Dieser Frage hat sich ein Team aus Physikern des Bhabha Atomic Research Center (BARC) Mumbai, der Technischen Universität München in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich gestellt. Dazu haben sie zwischen eine supraleitende Schicht und eine ferromagnetische Schicht eine dünne Schicht aus SrTiO3 als Isolator angebracht und dieses Dreilagensystem  untersucht. Die Neutronenreflektometrie-Messungen wurden am Instrument MARIA des Heinz Maier-Leibnitz Zentrum (MLZ) durchgeführt, das besonders geeignet ist, dünne, vergrabene magnetische Schichten mit polarisierten Neutronen zu untersuchen.  

Das Wissenschaftlerteam stellte Überraschendes fest: Auch über die isolierende Oxidschicht hinweg beeinflusst der Supraleiter die Magnetisierung in der ferromagnetischen Schicht. Sie haben beobachten können, dass an der Grenzfläche eine Schicht mit geringerer Magnetisierung entsteht. Je dünner die Isolatorschicht, desto dicker ist diese magnetisch verarmte Schicht. Aus diesem Ergebnis schließen die Wissenschaftler ganz klar, dass es den Cooperpaaren des Supraleiters gelingt, durch diese Oxidschicht zu tunneln. Nur so lässt sich diese neue Schicht mit geringerer Magnetisierung auf der Seite des Ferromagneten erklären. Amitesh Paul, einer der einer der Koordinatoren des Projekts am MLZ, der auch die Experimente durchgeführt hat, ist begeistert von diesem Ergebnis: „Wir sind einen großen Schritt weiter in der Erforschung der supraleitenden Ordnungsparameter des „Tunnelns“ und der magnetischen Modulation in dieser Hybrid-Heterostrukturen. Zukünftig kann man mit  besseren Bildgebungsverfahren in Kombination mit Streutechniken noch tiefer in die Untersuchung einsteigen“.

 

Originalpublikation:

C. L. Prajapat et al., Superconductivity-induced magnetization depletion in a ferromagnet through an insulator in a ferromagnet–insulator–superconductor hybrid oxide heterostructure, Nanoscale 8, 10188 (2016)


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